14. Oktober 2020
Wie es ist, wenn man entdeckt, dass man langsam alt wird und schon längst nicht mehr der Alte ist. Und dabei sogar ein bisschen Angst vor sich selber bekommt.
13. Oktober 2020
Die grosse Covid-Achterbahn hat gerade eine neue Runde angefangen. Ein Ende der Fahrt nicht in Sicht. Wer wird denn ernsthaft daran glauben, jemand könne einfach so die Bremse ziehen?
08. Oktober 2020
Mensch ärgere dich nicht. Ich tue es trotzdem manchmal ein bisschen. Etwa dann, wenn ich wieder mal Dinge lese wie: dass die Beatles das 19. Jahrhundert wesentlich mitgeprägt hätten und die Reformation die grosse Erschütterung des 15. Jahrhunderts gewesen sei. Also... ihr merkt hoffentlich, was ich meine?
02. Oktober 2020
Das waren noch Zeiten. Als die europäischen Könige und Kaiser ihren Glanz verströmten und wahrhafte Macht besassen. Heute sind sie leider nur noch repräsentative und sehr teure Marionetten eines demokratischen Staats. Ach, ich wollt’, ich wär’ ein Untertan!
24. September 2020
Dass sogar aus topmodernen Eisenbahntoiletten ein völlig unzeitgemässer Geruch wie von einem Jauchefass auf den Bahnsteig quillt, ist auf den ersten Blick befremdlich. Aber nur auf den ersten.
19. September 2020
Zeitmaschinen gibt es nicht. Falsch – zumindest eine gibt es. Sie ist ziemlich alt und funktioniert nicht ganz so, wie wir uns Zeitmaschinen gemeinhin vorstellen.
18. September 2020
Der sonntägliche «Tatort» nervt – er ist zu platt, zu ordinär, zu säkular. Ein Fernsehkrimi sollte feierlich sein, erhebend, erbaulich, eine Art läuternder Gottesdienst. Richtig machte es seinerzeit Inspektor Derrick von der gleichnamigen Serie: Er war, ist und bleibt der wahre Priester der rituellen Mordaufklärung.
15. September 2020
Ethnische Diskriminierung – ein düsteres Kapitel der amerikanischen und auch der europäischen Geschichte. Mit dem einen und anderen Lichtblick immerhin. In Frankreich lebte im späten 18. Jahrhundert ein dunkelhäutiger klassischer Komponist, der in der Seine-Metropole berühmter war als Mozart. Viel berühmter.
08. September 2020
Die «Tagi»-Medien haben heute dem Komiker Marco Rima in einem Artikel den zweifelhaften Titel «Clown der Verschwörungsmystiker» verpasst. Gespannt las ich nach dem Vorspann auch noch den Text, weil ich scharf auf Verschwörungstheorien bin. Die Presse hat mich leider um mein Erlebnis betrogen.
03. September 2020
Wenn ihr mal einen Moment genug habt von der 460 Seiten dauernden Jagd nach dem irren, sadistischen, abgründig bösen und diabolisch intelligenten schwedisch-norwegischen Serienkiller: Lest wieder mal ein Gedicht! Oder auch zwei. Es kostet wenig Zeit. Und schafft unendliche Räume.

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