26. Mai 2020
Wenn ich meine Gedanken zurück in die Kindheit lenke: Was für Gefühle kommen da auf! Zum Beispiel der Herbst. Im Herbst hatte es noch stockdichten Nebel, anders als heute, und in den Gärten brannten die Herbstfeuer. Wäre es doch wieder so wie einst! Ich werde älter.
20. April 2020
Wisst ihr noch? Damals war die Rockmusik noch lebendig. In den 80ern. Und den frühen 90ern, als Guns&Roses die dionysische Kraft dieser Musik zur letzten Blüte brachten. Damals waren wir noch unsterblich, und mit uns der Rock&Roll. Damals.
13. April 2020
Kurz vor Ostern im blühenden Bauerngarten meiner Schwiegereltern. Die Sonne schien warm und knetete meine Glieder. Es war friedlich und frei von jeder Hast. Nur der Verkehr vor dem Haus sorgte zuweilen für etwas Dissonanz.
03. April 2020
Es gibt Dinge, die… Ja, also Dinge… Wenn man sie beschreiben wollte. Oder ausleuchten. Oder fassbar machen. Ich drücke mich unklar aus? Drücke ich mich überhaupt? Drücke? Das soll vorkommen. Wie im nachfolgenden Gedicht.
15. März 2020
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Corona-Seuche. Zwar nicht ganz so schlimm wie einst Pest und Pocken. Aber immerhin – ein paar Zeilen ist Corona schon wert.
05. März 2020
Sieben Tage hat die Woche, und am siebenten Tage sollst du ruhn. Oft will das aber nicht so recht gelingen. Jedenfalls nicht am Sonntag. Deshalb: ein Lob auf den Samstag!
04. Februar 2020
Feierabend - zu Fuss unterwegs nach Hause. Die Winternacht legt langsam ihre Hand auf die Stadt. Von Schnee weit und breit keine Spur, aber dennoch macht sich ein Gefühl von Kälte breit.
13. Januar 2020
Ein Sonntagsspaziergang über Feld und Flur, an einem Winternachmittag, an dem sich bereits der Frühling ankündigt, viel zu früh und viel zu warm – aber was soll’s. Man heisst ihn jederzeit gerne willkommen.
28. Dezember 2019
Ende Oktober in Erlach am Strand. An diesem Nachmittag blühte der sterbende Sommer noch einmal auf. Am Abend dann kam der Herbst.
20. Dezember 2019
Der Komponist Johann Sebastian Bach starb bei der Arbeit an der "Kunst der Fuge". Mitten im letzten Teil brechen die Töne ab. Somit bleibt das Meisterwerk unvollendet. Aber sogar das abrupte Ende hat etwas Grossartiges.

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